| die richtung |
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du kannst dich umdrehen und wegsehen
du kannst aufstehen und weggehen
du kannst dich hinlegen und tot stellen
bis sie kommen und dich auszählen
du kannst mit dem gesicht zur erde liegen
und die richtung kommt von vorne entgegen
du weiß t den weg und auch das ziel nicht
und ob es nacht oder schon tag ist
du hast vergessen wo du her bist
und ob es richtig oder falsch ist
du kannst eine nacht lang schweigen
und bis zum morgen bleiben
du kannst in deiner ecke leiden,
dich verbergen und nicht zeigen
du kannst gefunden und gesucht sein
du kannst verloren und verflucht sein
du kannst die stunden zählen
die zu lang waren und dich quälen
du kannst geborgen und vermißt sein
du kannst umarmt und geküßt sein
du kannst aufstehen und mich ansehen
du kannst den ganzen weg nach vorn gehen |
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| immerhinda |
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wie lang ist der weg in den tag
der die nacht in den morgen entläßt
weißt du da will ich hin
und ich frag mich wie lang ist der weg
ich frag mich ob die sonne da scheint
und die straße sich gütig neigt
siehst du da muß ich hin
wie lange ich brauch ist mir gleich
wenn’s dort zu jeder zeit grün ist
und der sommer überhaupt sich mehr zeit läßt
muß doch da irgendein weg sein
der einen der wandert zum ziel läßt
ich glaube dort ist alles versilbert
und die rechnungen werden alle bezahlt.
ich frag mich ob es so ist
aberwar ich immerhin da
wie lang ist der weg in den tag
wo der wind sich richtig rum dreht
weißt du da will ich hin
und ich frag dich wie lang ist der weg |
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| ich wein einen fluß |
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ich hab versucht den regen zu trinken
und satt davon wurde ich nie
ich wein einen fluß
ich hab gesehen wie wenig man sieht
wenn man zu sehen vergißt
ich wein einen fluß
refr.:
und am anderen ufer stehst du
und ich wink dir noch ein leztzes mal zu
am anderen ufer stehst du
ich hab versucht das beste zu tun
und das beste war gar nicht’s zu tun
ich wein einen fluß
hab versucht den wind zu halten
und geschämt dafür hab ich mich nicht
ich wein einen fluß
refr.:
ich hab dich viel zu oft weinen gesehn
und der grund dafür schätz ich war ich
ich wein einen fluß
ich hab gehofft das die stunde vergeht
und das ich sie auch überleb
ich wein einen fluß
refr.:
jetzt frag ich mich wie kalt es wohl ist
wenn man unterm leichenstein liegt
ich wein einen fluß
und wenn euch heute nicht komme marie
ich glaube dann komme ich nie
ich wein einen fluß
refr.:
ich seh dich im garten und du hebst etwas auf
was es ist sehe ich nie
ich wein einen fluß
refr.: |
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| das liebste |
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was weinst du dir die augen aus
sag an was tut dir weh
ist vater krank ist mutter krank
sag mir was tut dir weh
ach frag mich nicht lass mich allein
ich kann dir nichts erzählen
niemals wird mehr die sonne schein‘
und der winter nicht vergehen
wein dir nicht die augen rot
und sag mir was dir fehlt
ich will dir helfen in der not
sag mir was dich so quält
das was mir am liebsten war
hab ich heut nacht verloren
für immer weg und ganz und gar
ich kanns nicht wieder holen
das was dir so am herzen liegt
ist wertvoll ganz bestimmt
das was du so sehr vermisst
ist vielleicht ein ring
ach frag mich nicht laß mich allein
ich kann dir nichts erzählen
nicht für gold und edelstein
vergieß ich meine tränen
was ist es nur, das du beweinst
warum sagst du es nicht
es kann so wertvoll doch nicht sein
das du so ganz verlassen bist
mir war‘s das liebste auf der welt
und das teuerste dazu
es war viel mehr als gold und geld
das liebste warst mir du
mir war‘s das liebste auf der welt
und das teuerste dazu
es war viel mehr als gold und geld
das liebste warst mir du
das liebste warst mir du |
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| wie ein schiff |
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heute kam ein brief rein wie ein schiff
der himmel zeigt ein lachendes gesicht
und die sonne funkelt in der gischt
und blumen stehen auf dem tisch
und der hafen wurde extra ausgefegt
die von den docks können heute ehr nach haus
und einer gibt für frei getränke aus
dieser tag ist ein geschenk
sie haben fahnen rausgehängt
und am pier sind buden aufgebaut
ich seh dich wie du da stehst
egal wie weit du weg bist
ich seh das es dich wirklich gibt
die liebespaare gehen heut hand in hand
und einer wird auf einen blick erkannt
an diesem tag wird nicht gesucht
und dennoch was gefunden und
ich glaube das das nie verloren ging.
es geht dir gut so weit ich das versteh
nur irgendwas hält dich noch fest auf see
so les ich es in diesem brief
gib auf dich acht die see ist tief
vielleicht bringt dich das nächste schiff zurück
ich seh dich wie du da stehst
egal wie weit du weg bist
ich seh das es dich wirklich gibt
heute kam ein brief rein wie ein schiff
der himmel zeigt ein lachendes gesicht
und die sonne funkelt in der gischt
und blumen stehen auf dem tisch
und der hafen wurde extra ausgefegt
ich seh dich wie du da stehst
egal wie weit du weg bist
ich seh das es dich wirklich gibt |
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| sieh mich nicht an |
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ich habe mich hier so gut versteckt
und ich wünsche nur sie werden nicht kommen
und auf mich zeigen und auf mich zeigen
laßt mich hier, ich muß noch bleiben
ich hab ein auge auf das wetter
und ein ohr am boden, ich bleib hier
ich hab mich, seit ich hier bin nicht bewegt
und doch wissen sie, daß ich irgendwo hier lieg
ich weiß das, das wissen sie
laßt mich hier da ist kein weg
und keine tür für mich, ich muß hier bleiben
ich kann nirgendwo hingehen
ich hab mich totgestellt und warte
das ihre hunde mit der nacht vorüberziehen
und keiner sagt: da liegt er ja!
ich werd nicht gehen sieh mich nicht an
wer will das letzte wort sagen
wer nimmt das letzte brot vom tisch
und wenn sie kommen und auf mich stoßen
mit ihren stangen und laut rufen
wir haben ihn, wir haben ihn
werde ich dann um mein leben laufen
oder steh ich auf oder bleib ich liegen
bis der schnee mich ganz bedeckt |
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| messerkampf |
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ja, einmal ging ich selbst mit’m messer auf mich los.
dachte ich wäre verrückt geworden.
einmal ging ich selbst mit’m messer auf mich los.
naja, vielleicht nur ne art reflex.
jagte mir’n mordsschrecken ein, kannte mich selbst nicht mehr wieder.
ich steh da so rum, denk an nichts böses,
als ich plötzlich die beherrschung verlier.
das messer hatte ich in der tasche.
raus damit, fester griff
und los auf den kerl der mir am nächsten steht.
rot gesehen!
wie’n irrer, ich los, mit’m messer auf mich.
spring mich selbst an.
scheint, ich wollte es wirklich wissen.
wie’n irrer sag ich.
war ganz gelähmt im ersten moment.
stocksteif und angenagelt vor schreck.
eh ich’s mich verseh hab ich das messer am hals.
schrecksekunde!
ich also los auf mich. war ganz leicht.
überhaupt keine gegenwehr erstmal.
aber als das erste blut fließt kommt’s zum kampf.
bin regelrecht wild geworden,
hab keinen spaß mehr verstanden.
ich, immer wieder ran mit dem verrückten messer.
stech hier hin und dahin und erwisch auch was.
verdammt, ich wollte wirklich aufräumen.
irgendwann, als ich merk es geht um die wurst
setz ich mich zur wehr mit allem was ich hab.
schlüpf so unterm messer durch, rasier mir dabei ein stück von der augenbraue ab und versuch mich auf den boden zu werfen.
versuch mich unschädlich zu machen.
beiß, kratz , krieg das messer zu fassen und schmeiß mich auf’n rücken.
schließlich wälz ich mich da auf’m boden.
versuch das messer wegzuschlagen.
stech mich in’n arm, brust, erwisch mich am kopf, bauch, gesicht, bein,
noch mal in’n bauch.
haben sie jemals versucht mit sich selbst armdrücken zu machen?
tja sehen sie. vielleicht können sie sich vorstellen in was für einer lage ich bin. |
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| hund 2 |
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bitte frag nicht, ich kann nicht‘s sagen
nur das ich raus muß in diese nacht
es gibt da etwas das auf mich wartet
gib mir den spaten und einen sack
manche tage sind schwärzer als die nacht
und manche nächte finsterer als das loch das ich hier grab
du mußt mir glauben, es kann nicht warten
doch bis es tag wird bin ich zurück
stell eine kerze in dein fenster
bring ich‘s zu ende mit etwas glück
manche tage sind schwärzer als die nacht
und manche nächte finsterer als das loch das ich hier grab
diesen weg muß ich allein gehen
egal wie dunkel er vor mir liegt
niemand darf davon erfahren
und keiner weiß wie schwer das ist
manche tage sind schwärzer als die nacht
und manche nächte finsterer als das loch das ich hier grab
heut nacht werde ich den hund begraben
heut nacht zieh ich einen strich
und wenn man mich fragt werd ich sagen
das ich nicht wüßte wovon man spricht
manche tage sind schwärzer als die nacht
und manche nächte finsterer als das loch das ich hier grab |
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| die letzte nacht |
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die letzte nacht
und die nacht davor lag ich wach
und hab gefroren
ich hab mein mädchen letzte nacht vermißt
und in der nacht davor
heute nacht
die ganze nacht denk ich an si
und frag mich was sie macht
vielleicht geht’s ihr genau wie mir
vielleicht denkt sie ganau wie ich an sie
an mich heut nacht
morgen nacht
und die nacht danach bleib ich wach
dann kommt sie her
und dann zünden wir ein feuer an
morgen nacht kommt sie zu mir |
| irgendwann regen |
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manchche gehen in den keller
und welche rauf zum dach
welche schlafen satt und träge
und die anderen liegen wach
einer sagt er hat ne karte
und da steht genau drauf
wie’s in zukunft für ihn aussieh
und genauso wird’s dann auch
refr.:
irgendwann wird’s regen geben
das ist sicher, soweit ich weiß
irgendwann wird’s regen geben
nur mir wär’s lieber es wär nicht gleich
einer schlägt n en nagel ein
mit der blossen faust
und ein anderer sagt er holt ihn
mit den zähnen wieder raus
manche stehen auf einer leiter
und die anderen sehen rauf
und ich weiß die unten warten
und die oben tun es auch
refr.:
ich leg mich unter einen baum
und hör wie die drossel piept
und mein schatz steht da im hohen gras
und ich weiß das sie mich liebt
sieh sieht in den himmel
und ein wind geht durch ihr haar
sie sagt alles wird vertrocknen
und ich sag warten wir’s mal ab
refr. |
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| wenn du mich suchst |
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setz dich ich zeig dir
wo ich überall war
ich will das du weißt
woher ich kam.
ich hab am wasser gesessen
und dabei zu gesehen
wie alles weg schwamm
und ich konnte nicht gehen.
ich bin den ganzen berg rauf,
und dann wieder zurück
ich bin ganz da durch
und dann noch ein stück.
hier, das sind stellen
wo ich aufgewacht bin,
und in diesem graben
lag ich drei tage drin
und wenn du mich findest
hoffe ich das du siehst
das ich nur hier bin
weil du bei mir bist
hier kannst du mich finden
wenn du mich suchst
wenn du nicht siehst
das ich längst neben dir sitzt |